Schauspiel

ABC der Demokratie

Eine Begriffsklärung mit Ijoma Mangold und Gästen

Schauspielhaus


in Kooperation mit der Stiftung Niedersachsen

Podcast
Audio-Mitschnitt der Folge „I wie Identität“ mit Heinz Bude vom 24.10.2019
Audio-Mitschnitt der Folge „J wie Judentum“ mit Deborah Feldman vom 21.11.2019
Audio-Mitschnitt der Folge „K wie Klasse“ mit Philip Manow vom 27.02.2020
Sonderausgabe im Ferngespräch: „L wie Liebe“ mit Barbara Vinken
Sonderausgabe im Ferngespräch: „M wie Macht“ mit Herfried Münkler
Sonderausgabe im Ferngespräch: „O wie Opposition“ mit Ingo Schulze
Audio-Mitschnitt der Folge „S wie Sex“ mit Madita Oeming vom 19.11.2021
Audio-Mitschnitt der Folge „T wie Theater“ mit Ulrich Khuon vom 16.12.2021

Inhalt

LIVESTREAM AM 12.05.2022
direkt einschalten unter schauspielhannover.de

Die Gesprächsreihe ABC der Demokratie befragt seit der Spielzeit 2017/18 am Schauspiel Hannover die Voraussetzungen demokratischer Gesellschaften, indem ihre Begriffe auf den Prüfstand gestellt werden. Bisher wurde das Versprechen Demokratie, sein Potenzial, seine Erschöpfung, seine Gefahren anhand der Buchstaben A bis R diskutiert. Die Publizistin Carolin Emcke war Impulsgeberin und erste Gastgeberin der Reihe.

Seit Oktober 2019 moderiert der Kulturjournalist Ijoma Mangold die Veranstaltungen und diskutierte bisher mit renommierten Gästen wie Deborah Feldman, Heinz Bude, Herfried Münkler, Barbara Vinken und Enis Maci. Begriffe wie Identität, Klasse, Liebe Macht, Opposition, Parlament und queer. Er führt nun die demokratische Begriffsklärung mit seinen Gästen fort: Sex, Theater, Das Unheimliche, Volk und Wahrheit sind die zu diskutierenden Begriffe dieser Spielzeit.


18.11.2021: S – SEX
Mit der Pornowissenschaftlerin Madita Oeming
Ijoma Mangold startet in die Spielzeit 2021/22 mit S wie Sex. Dazu hat er die Pornowissenschaftlerin Madita Oeming eingeladen, die seit einigen Jahren die gesellschaftlichen und kulturellen Aspekte der Pornografie wissenschaftlich erforscht. Sie fragt: Inwiefern ist Sex politisch? Warum steht Sex im Verdacht, soziale Unruhe zu stiften? In welcher Beziehung stehen Sex und Macht? Derzeit schreibt sie ihre Dissertation über Amerikas „Moral Panic“ in Bezug auf die Sexfilme.

16.12.2021: T – Theater
Mit Ulrich Khuon, Intendant Deutsches Theater Berlin
Ulrich Khuon, Intendant am Deutschen Theater Berlin und ehemaliger Präsident des Deutschen Bühnenvereins, war bis 2001 Intendant am Schauspiel Hannover. Für ihn ist Theater nicht nur Unterhaltung, sondern vielmehr ein Echoraum der Demokratie. Wie wird das Theater diesem Anspruch auch nach der Pandemie gerecht? Welche politischen und ästhetischen Weichen müssen für die Zukunft gestellt werden?

03.02.2022: U – DAS UNHEIMLICHE
Mit der Autorin Eva Menasse
Eva Menasse, 1970 in Wien geboren, 1988 studierte Germanistik und Geschichte in Wien. Nach einem Aufenthalt in Prag ging sie als Kulturredakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nach Berlin zu den Berliner Seiten der FAZ. Für die FAZ berichtete sie über den Prozess gegen den Holocaust-Leugner David Irving. Ihr letzter, hochgerühmter Roman Dunkelblum erzählt von einem burgenländischen Dorf, dem es gelingt, das Massaker an jüdischen Zwangsarbeiter:innen über Jahrzehnte zu verschweigen. Als Schriftstellerin, der nichts Menschliches fremd ist, ist sie von Berufs wegen zuständig fürs Unheimliche im Menschen.

24.03.2022: V – VOLK
Mit dem Politiker Dr. Wolfgang Schäuble
Wolfgang Schäuble, 1942 in Freiburg im Breisgau geboren, ist seit 1972 Mitglied des Deutschen Bundestages und damit der dienstälteste Abgeordnete in der Geschichte nationaler deutscher Parlamente. Er trat 1965 in die CDU ein. Mehr als vier Jahrzehnte prägte Wolfgang Schäuble die Geschichte der Bundesrepublik entscheidend mit. Vor allem die Aushandlung des Einigungsvertrags 1990, die Entscheidung für den Regierungssitz Berlin 1991 und die Stabilisierung des Euro in der Staatsschuldenkrise nach 2008 sind mit seinem Namen verbunden. Doch was verbindet einen Politiker, der nahezu jedes höchste politische Amt bekleidet hat, mit dem Volk, für das er Jahrzehnte gearbeitet hat?

12.05.2022: W – WAHRHEIT
Mit dem evangelischen Theologen Wolfgang Huber
Wolfgang Huber wurde 1942 in Straßburg geboren. Er bekleidete von 1994 bis 2009 das Amt des Bischofs der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und war von 2003 bis 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland. Huber ist parteilos und wurde nach dem Rücktritt Horst Köhlers im Mai 2010 als überparteilicher Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten gehandelt. Im November 2009 trat er in den Ruhestand und hat seitdem mehrere Studien- und Vortragsreisen nach Südafrika unternommen. In der Freiheit bestehen war der Titel eines viel diskutierten Artikels von Huber in DIE ZEIT, in dem er die Politik mahnte, Mut zur Wahrheit zu haben, um Geltungskraft zurückzugewinnen.

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