Schauspiel

Ich bin nicht tot

Wir versuchen für alle sichtbar zu sein.

von Lola Arias und Ensemble
Koproduktion mit dem Festival Theaterformen
Uraufführung

Wiederaufnahme

15. Oktober 2021

Schauspielhaus


ca. 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause

Für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene

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Termine und Karten

Fr, 15.10.2021 / 19:30 – 21:00 Uhr
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Schauspielhaus / Wiederaufnahme
22,00 € – 45,00 €


Regie Lola Arias
Bühne Lena Newton
Kostüme Tutia Schaad
Musikassistenz Lasse Altmark
Videoassistenz Nogati Udayana


Hassan Abdulmaula,
Abayomi Bankole,
Monika Ganseforth,
Günter Greve,
Inna Koch,
Heinrich Kronlage,
Karin-Johanna Legatis,
Judit Marach
Podcast
Theaterzeit zu „Ich bin nicht tot“
Audioeinführung von Dramaturgin Barbara Kantel
Materialien
Programmheft zu „Ich bin nicht tot“
Datei herunterladen PDF

Inhalt

Sobald wir älter werden, halten uns einige Gedanken nachts wach: Wie werden die letzten Jahre unseres Lebens aussehen? Wo werden wir wohnen und wie werden wir unsere Rechnungen bezahlen? Wer wird uns lieben und für uns sorgen?
Jung, schön, produktiv – wer das alles nicht ist, hat es schwer in unserer Gesellschaft. Und obwohl die immer älter wird, macht das System Menschen „65 plus“ unsichtbar. Senior:innen verschwinden aus der Öffentlichkeit; aus dem politischen, erotischen wie künstlerischen Alltag. Die Pandemie verschärft die Situation für viele alte Menschen. Isoliert und ausgegrenzt, entscheiden oftmals andere für sie über Leben und Sterben.
In Lola Arias‘ neuester Arbeit stehen hannoversche Senior:innen und Pflegekräfte zusammen auf der Bühne, um den Aufstand zu proben gegen den zugewiesenen Platz im System. Sie fordern: Weg mit dem Vorurteil von den vermeintlich stillen und anspruchslosen „Alten“, hin zu einer Zukunftsvision, die der jungen Generation ein besseres Bild vom Älterwerden zeigt. Live-Videos und Filmsequenzen mischen sich mit den Stimmen der Protagonist:innen, von denen nahezu alle erstmalig in einer Theaterproduktion mitspielen.
Ich bin nicht tot ist ein Stück, das sich an der Schnittstelle von Realität und Fiktion bewegt und in Kooperation mit dem Schauspiel Hannover in die neue Spielzeit 21/22 übergeht.
Lola Arias ist Theater- und Filmregisseurin, Autorin und Performerin. Ihre Stücke, für die sie sowohl mit professionellen Schauspieler:innen als auch mit Lai:innen arbeitet, verhandeln in der Regel deren Lebensgeschichten. Lola Arias war 2010 bereits mit That Enemy Within, 2014 mit Das Jahr, in dem ich geboren wurde und 2016 mit Minefield beim Festival Theaterformen zu Gast.

Pressestimmen

Hannoversche Allgemeine Zeitung

„Abayomi Bankole, Monika Ganseforth, Hans-Günter Greve, Inna Koch, Heinrich Kronlage und Karin-Johanna Legatis sind außergewöhnliche Menschen mit außergewöhnlichen Geschichten (…) Arias setzt ihre Schwerpunkte auf Utopien. Sie konstruiert aus dem Nebeneinander ihrer faszinierenden Akteure ein Miteinander. Der begeisterte Applaus des Publikums gilt nicht nur der großen Leistung auf der Bühne – sondern auch der, es bis hier geschafft zu haben, dabei die Gesellschaft geprägt zu haben und immer noch nicht damit aufzuhören zu wollen.“

Neue Presse

„In einer Gesellschaft, die einem fragwürdigen Ideal von Jugendlichkeit und Leistung huldigt, sind es eben nicht zuletzt Seniorinnen und Senioren, die Ausgrenzung erfahren. Der Abend ist mehr als eine plakative Geste des Aufbegehrens. Glücklicherweise gibt es eine Menge Zwischentöne und nicht zuletzt einigen Humor.“

Süddeutsche Zeitung

„All diese Geschichtsfäden verwebt Arias in einen dichten Erzählteppich, der keine Sekunde jene Peinlichkeit erzeugt, die Laien im Theater gelegentlich auslösen. Die Inszenierung passt zum Schauspiel Hannover, wo man seit Beginn der Intendanz von Sonja Anders 2019 die biografische Vielfalt der modernen Stadtgesellschaft programmatisch abbilden will.“

nachtkritik.de

„Die Inszenierung spricht Themen an, über die sich zu sprechen lohnt: Diskriminierung und das Unsichtbarmachen des Alters in der Gesellschaft, der Zustand der auf Effizienz getrimmten Altenpflege.“

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