Konzert

2. Sinfoniekonzert: TRAUER UND VERSÖHNUNG

Kein Werk des Schmerzes – sondern ein Werk übermenschlicher Kraft.

Béla Bartók (1881 – 1945)
Konzert für Viola und Orchester Sz 120

Josef Suk (1874 – 1935)
Sinfonie Nr. 2 c-Moll op. 27 Asrael

Opernhaus


ca. 2 Stunden, eine Pause

Ab 12 Jahren

Podcast
Einführung von Dramaturgin Swantje Köhnecke
Materialien

Inhalt

Mit großer Freude stellt das Niedersächsische Staatsorchester Hannover zum ersten Mal ein großes sinfonisches Werk von Josef Suk im Opernhaus vor. Wer einmal in die Musik des Schülers und Schwiegersohns von Antonín Dvořák eingetaucht ist, fragt sich, warum dieser nicht viel bekannter ist! Erst in den letzten Jahren sind seine großen sinfonischen Werke, die er über Jahrzehnte in einem umfassenden Zyklus angelegt hat, in das Bewusstsein von Dirigent:innen, Orchestern und Klassikpublikum gerückt. Seine 2. Sinfonie mit dem Beinamen Asrael ist ein monumentales, mitreißendes, anrührendes Werk um Tod, Trauer und Versöhnung, benannt nach Asrael, dem Todesengel der islamischen und jüdischen Mythologie.

"Es ist kein Werk des Schmerzes – sondern ein Werk übermenschlicher Kraft." (Josef Suk)

Ein weiteres Werk des Abschieds ist das Bratschenkonzert von Béla Bartók, das der Komponist bei seinem Tod 1945 vollständig skizziert, doch unvollendet hinterließ. „Es tut mir leid, dass ich mit vollem Gepäck scheiden muss“, schrieb Bartók an einen Freund. Mit Nils Mönkemeyer konnte der wohl renommierteste Bratschist seiner Generation als Solist verpflichtet werden, der seinem in der öffentlichen Wahrnehmung mitunter vernachlässigten Instrument mit künstlerischer Brillanz und innovativen Programmen zu enormer Aufmerksamkeit verholfen hat.

Der langjährige Essener Generalmusikdirektor Tomáš Netopil steht – nach der corona-bedingten Absage von Tomáš Hanus – zum ersten Mal am Pult des Niedersächsischen Staatsorchesters. Der ausgewiesene Experte für die Musik seines tschechischen Heimatlandes war Musikdirektor des Prager Nationaltheaters, ist der Tschechischen Philharmonie bis heute als Erster Gastdirigent eng verbunden und als Operndirigent des tschechischen Repertoires an den großen Opernhäusern Europas gefragt. Seine Aufnahme der Asrael-Sinfonie mit den Essener Philharmonikern, erschienen 2017, wurde unter anderem vom BBC Music Magazine hoch gelobt.

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