Schauspiel

ABC der Demokratie

Eine Begriffserklärung mit Ijoma Mangold und Gästen

Schauspielhaus


Podcast
Audio-Mitschnitt der Folge „I wie Identität“ mit Heinz Bude vom 24.10.2019
Audio-Mitschnitt der Folge „J wie Judentum“ mit Deborah Feldman vom 21.11.2019
Audio-Mitschnitt der Folge „K wie Klasse“ mit Philip Manow vom 27.02.2020
Sonderausgabe im Ferngespräch: „L wie Liebe“ mit Barbara Vinken
Sonderausgabe im Ferngespräch: „M wie Macht“ mit Herfried Münkler
Sonderausgabe im Ferngespräch: „O wie Opposition“ mit Ingo Schulze

Inhalt

Die Gesprächsreihe ABC der Demokratie befragt seit der Spielzeit 2017/18 am Schauspiel Hannover die Voraussetzungen demokratischer Gesellschaften, indem ihre Begriffe auf den Prüfstand gestellt werden. Bisher wurde das Versprechen Demokratie, sein Potenzial, seine Erschöpfung, seine Gefahren anhand der Buchstaben A bis M diskutiert. Die Publizistin Carolin Emcke war Impulsgeberin und erste Gastgeberin der Reihe.
Seit Oktober 2019 moderiert der Kulturjournalist Ijoma Mangold die Veranstaltungen und diskutierte bisher mit renommierten Gästen wie Deborah Feldman, Heinz Bude und Philip Manow Begriffe wie Identität, Judentum und Klasse. Er führt nun die demokratische Begriffsklärung mit seinen Gästen fort: Nation, Opposition, Parlament, Queer und Rassismus sind die zu diskutierenden Konzepte, Begriffe und Ideen dieser Spielzeit.
Ijoma Mangold wurde 1971 in Heidelberg geboren. Er studierte Literaturwissenschaften und Philosophie in München und Bologna. Nach Stationen bei der Berliner Zeitung und der Süddeutschen Zeitung ist er kulturpolitischer Korrespondent bei Die Zeit. Er moderierte gemeinsam mit Amelie Fried die ZDF-Literatursendung Die Vorleser, wurde mit dem Berliner Preis der Literaturkritik ausgezeichnet und verfasste den Bestseller Das deutsche Krokodil.

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O – OPPOSITION
19. NOVEMBER 2020
Ijoma Mangold im Gespräch mit dem Autor Ingo Schulze
Ingo Schulze wurde 1962 in Dresden geboren und lebt in Berlin. Seine Texte, beispielsweise das Opus magnum Neue Leben (2005) oder Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst (2017), für den er mit dem Rheingau Literatur Preis ausgezeichnet wurde und der auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stand, sind poetische Vermessungen der Widersprüche, die politische und ökonomische Systeme wie der Kapitalismus und der Kommunismus hinterlassen. Wie können wir heute grundlegende Formen von Oppositionen und Kritik denken, um die sich als alternativlos gebärdende Normalität samt ihren Ideologien in Frage zu stellen?

P – PARLAMENT
14. JANUAR 2021
Ijoma Mangold im Gespräch mit dem Rechtswissenschaftler Christoph Möllers
Christoph Möllers, geboren 1969, ist Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. In seinen Werken beschäftigt sich Möllers intensiv mit dem Parlament als Raum der politischen Auseinandersetzung, in der sich die Einheit aus Mehrheit und Regierung präsentiert und oppositioneller Kritik stellt. Im Frühjahr 2020 erschien sein neues Buch Freiheitsgrade: Über liberale Elemente im politischen Feld, das insbesondere neue Perspektiven auf den Begriff der politischen Repräsentation wirft.
Möllers ist Träger des Leibniz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2016.


Q – QUEER
18. MÄRZ 2021
Ijoma Mangold im Gespräch mit der Autorin Enis Maci
Enis Maci, geboren 1993 in Gelsenkirchen, ist Dramatikerin und Essayistin. 2019 erhielt sie den Literaturpreis Text & Sprache. 2018 veröffentlichte sie ihren Essayband Eiscafé Europa im Suhrkamp Verlag. Dieser Essayband und ihre Theatertexte sind im radikalsten Sinne queer: in ständiger Veränderung begriffen, fließen sie von einer Form zur nächsten, umspannen Inhalte, die zeitlich und räumlich auseinander zu liegen scheinen, um sie zu einem Dritten zusammenzuführen. Ihre Texte entwerfen eine literarische Kosmologie von Verhältnissen im Werden.

R – RASSISMUS
6. MAI 2021
Ijoma Mangold im Gespräch mit der Autorin Jackie Thomae
Jackie Thomae, 1972 in Halle an der Saale geboren, ist Journalistin und Fernsehautorin. Im Sommer 2019 veröffentllichte sie ihren zweiten Roman Brüder, der auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2019 stand. Brüder ist ein groß angelegter epischer Roman, der die Protagonisten, zwei konträre Brüder eines afrikanischen Vaters, von deren Kindheit in der DDR in die Welt bis nach London, Paris und Südamerika führt. Thomaes Literatur vergrößert politische Konfliktzonen von Hautfarbe, Schicksal, Herkunft und Prägung in individuellen Lebensgeschichten. Sie lebt in Berlin.

VERSCHOBENE TERMINE
Aufgrund Covid-19 mussten wir die Veranstaltungen zu L – Liebe mit Barbara Vinken, M – Macht mit Herfried Münkler und N – Nation mit Ivan Krastev verschieben. Ersatztermine werden geprüft.