Ballett

Wir sagen uns Dunkles

Wenn es dunkel genug ist, kannst du die Sterne sehen.

Choreografien von Jiří Kylián, Sol León & Paul Lightfoot und Marco Goecke

Gods and Dogs

Choreografie, Bühne Jiří Kylián Kostüme Joke Visser Licht Kees Tjebbes

Skew-Whiff

Choreografie Sol León / Paul Lightfoot Bühne, Kostüme Sol León / Paul Lightfoot Licht Jolanda de Kleine

Wir sagen uns Dunkles

Choreografie, Bühne, Kostüme Marco Goecke Licht Udo Haberland

Wieder im Programm ab

14. Dezember 2022

Opernhaus


ca. 1 Stunde 45 Minuten, zwei Pausen

Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren

Termine und Karten

Fr, 06.01.2023 / 19:30 – 21:15 Uhr Die Vorstellung muss leider entfallen. Kartenkäufer:innen werden per E-Mail kontaktiert.
Opernhaus / Einführung: 30 Minuten vor Beginn
24,00 € – 69,00 € / erm. ab 6,00 € Besetzung calendar_open_alt
entfällt

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Podcast
Einführung von Dramaturgin Leira Marie Leese
Materialien

Inhalt

Wir sagen uns Dunkles führt vier prägende Persönlichkeiten des zeitgenössischen Tanzes und ihre jeweilige künstlerische Auseinandersetzung mit dem Verborgenen zusammen. Es geht um Schattenseiten, Zwielichtbereiche, aber auch um eine große Portion Humor und Waghalsigkeit.

Eröffnet wird der Ballettabend mit einem Klassiker: Gods and Dogs, ein Ballett von Jiří Kylián, der einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des modernen Tanzes hatte. Sein Gesamtwerk umfasst mittlerweile über 100 Choreografien, die sich im Repertoire von renommierten Compagnien weltweit befinden. Als langjähriger künstlerischer Leiter des Nederlands Dans Theater übernahm er eine wegweisende Rolle in der Weiterentwicklung und Sichtbarmachung des zeitgenössischen Tanzes und prägte mit seinem Stil ganze Generationen von Tänzer:innen. Gods and Dogs kreierte Kylián im Jahr 2008 für die Compagnie des Nederlands Dans Theater 2 zu den elektroakustischen Klängen einer Auftragskomposition von Dirk Haubrich nach Ludwig van Beethovens Streichquartett Nr.1. Die Choreografie erforscht die Nuancen zwischen Krankheit und Gesundheit, Normalität und Wahnsinn und lädt ein, unsere gesellschaftlichen Definitionen dieser Pole zu hinterfragen.

Dass Ballett auch ausgesprochen komisch sein kann, zeigt das zweite Stück des Abends: Skew-Whiff von Paul Lightfoot & Sol León. Ein rasantes Bühnenstück für drei Tänzer und eine Tänzerin, welches 1996 als eines der ersten gemeinsamen Werke des Chorograf:innen- Duos zu Gioachino Rossinis pointierter Opernouvertüre La Gazza Ladra („Die diebische Elster“) entstanden ist. Die beiden Choreograf:innen lernten sich als Tänzer:innen in der Compagnie des Nederlands Dans Theater kennen und begannen schon bald darauf zusammenzuarbeiten. Skew-Whiff bedeutet übersetzt „windschief“ oder „falsch positioniert“. Dies nahmen Paul Lightfoot und Sol León zum Anlass um mit verschiedenen Arten der Fortbewegung zu experimentieren und vier ausdrucksstarke Charaktere zum Leben zu erwecken.

Den Abschluss des dreiteiligen Abends bildet Marco Goeckes Choreografie Wir sagen uns Dunkles. Seine „kurzen, schwarzen“ Ballette bieten den Zuschauer:innen immer wieder Überraschungen und beflügeln die Fantasie. Inspiriert vom langjährigen Briefwechsel zwischen dem Dichter:innen-Paar Ingeborg Bachmann und Paul Celan entstand dieses sehr persönliche Ballett. Zu den musikalischen Klängen der Komponisten Franz Schubert und Alfred Schnittke mischen sich die der britischen Rockband Placebo. Es geht um Zwischenmenschliches, um eine verletzliche, dunkle Seite tief im Inneren des Menschen, welche die Tänzer:innen des Staatsballetts in Marco Goeckes ureigenem Bewegungsvokabular virtuos zum Ausdruck bringen.

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Pressestimmen

NDR Kultur

Und durch die drei Ballette entsteht eine Geschichte des gegenwärtigen Tanzes (…) Ballette aus drei Jahrzehnten in ganz unterschiedlichen choreografischen Handschriften auf hohem tänzerischen Niveau: der besondere Reiz dieses Abends.

HAZ

Im dritten Teil übernimmt Goecke dann selbst, mischt Musik von Franz Schubert und der Rockband Placebo, beleuchtet die dunklen Seiten in uns – und bringt damit das Ballett zum Strahlen.

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