Rahmenprogramm

In Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Kino (KoKi), Tanzpunkt Hannover und dem Videokünstler Philipp Contag-Lada wird Tanz in diesem Jahr nicht nur auf der Bühne präsentiert, sondern auch auf der Leinwand, in Workshops am eigenen Körper sowie als Kunstaustellung zum Anschauen und Mitmachen erlebbar sein. 

In sechs Schritten zur persönlichen Empfehlung

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Anlässlich des Jubiläums greift Wiebke Thomsen, Co-Leiterin des KoKi, inhaltliche Aspekte der Ballettgastspiele auf und bietet in ihrem vielseitig kuratierten Kinoprogramm eine inspirierende Ergänzung zum Festivalspielplan.

Karten fürs Kino im Künstlerhaus unter www.koki-hannover.de oder per Email an kokikasse@hannover-stadt.de

MR. GAGA

Montag, 25.03.2024, 17:30 Uhr, KoKi
Begleitend zum Gastspiel von CCN / Aterballetto

Ohad Naharin, aufgewachsen im israelischen Kibbuz Misra, wird weltweit als einer der herausragenden zeitgenössischen Choreografen gefeiert. Mit seiner ungewöhnlichen künstlerischen Vision sowie seinen mitreißenden Choreografien verhalf er der Batsheva Dance Company zu internationaler Bekanntheit. Naharin entwickelte als künstlerischer Leiter des israelischen Ensembles eine komplett neue Bewegungssprache: „Gaga“. Dabei werden bekannte Bewegungsmuster durchbrochen, „Gaga“ sucht nach der Interaktion zwischen den Beteiligten, die sich gemeinsam einen Bewegungsraum von Freiheit und Wohlbehagen erarbeiten. Trailer ansehen

Im Rahmen der OsterTanzTage wird Ohad Naharins Choreografie Secus, aufgeführt durch die italienische Compagnie Aterballetto, am 26.03.2024 um 19:30 Uhr im Opernhaus zu erleben sein.

 

SYNONYMES

Montag, 25.03.2024, 20:00 Uhr, KoKi
Begleitend zum Gastspiel von CCN / Aterballetto

Als der junge Israeli Yoav nach Paris kommt, laufen die Dinge erst mal richtig schlecht für ihn. Er steht nackt da und hat nichts mehr außer seinem Traum, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen und Franzose zu werden. Mit trockenem Humor erzählt SYNONYMES von der Schwierigkeit, neue Wurzeln zu bilden. Der Versuch, zu sich selbst zu finden, weckt die bösen Geister der Vergangenheit und existenzielle Abgründe tun sich auf. Eine tragikomische Hommage an die Nouvelle Vague, ein rauschhafter Trip durch das Paris von heute, eine unsentimentale Geschichte über den Versuch, in einem neuen Leben anzukommen. Goldener Bär bei der Berlinale 2019. Trailer ansehen

 

ORPHEA IN LOVE

Dienstag, 26.03.2024, 17:30 Uhr, KoKi, mit Regisseur Axel Ranisch
Begleitend zur Vorstellung von Orfeo ed Euridice

Eine junge Callcenter-Agentin verliebt sich in einen kleinkriminellen Straßentänzer. Sie ist Orpheus. Er ist Eurydike. Ihr Ausdrucksmittel ist der Gesang, er artikuliert sich durch seinen Tanz. Für ihre große Liebe steigt sie hinab in die Unterwelt, stellt sich ihren alten Dämonen und lernt wieder zu vertrauen. Ein Opern-Pasticcio zwischen Puccini, Händel und Christian Steiffen. Trailer ansehen

 

ORPHEUS IN DER UNTERWELT

Axel Ranisch stellt seinen Lieblingsfilm vor
Dienstag, 26.03.2024, 20:00 Uhr, KoKi

Staatsopern-Regisseur Horst Bonnet inszenierte 1973 in Anlehnung an Reinhold Schünzels Film Amphitryon von 1935 und zitiert das große Vorbild augenzwinkernd. Szenenbildner Alfred Hirschmeier baute einen beeindruckenden Olymp als Architekturmix aus Antike und Second Empire: Das Modell ist in der Ausstellung zu bewundern. Ein graziöser Höhepunkt des Films ist die Fahrt der Götter in die Unterwelt, mit Flugmaschinen wie aus einem Roman von Jules Verne – zu erleben auf der Leinwand und zum Greifen nah: die Originale in der Ausstellung. 

Axel Ranisch ist Filmregisseur von Low-Budget-Improfilmen wie Dicke Mädchen bis hin zum Tatort und spielt selbst, unter anderem die Rolle des Schröder in Zorn. Er ist ein Liebhaber der klassischen Künste und inszenierte unter anderem Rigoletto und Hänsel und Gretel an Häusern wie der Staatsoper Stuttgart, der Komischen Oper Berlin oder der Hamburgischen Staatsoper. Axel Ranisch ist Autor von Büchern und Hörstücken, 2020 erschien Klassik drastisch – Lippenbekenntnisse zweier Musik-Nerds zusammen mit Devid Striesow.

 

ANIMALIA

Mittwoch, 27.03.2024, 17:30 Uhr, KoKi
Begleitend zum Gastspiel von Ultima Vez

In einer nahen Zukunft wird die Menschheit von einer rätselhaften Krankheit heimgesucht, die einige Menschen nach und nach in tierähnliche Kreaturen verwandelt. Angetrieben durch die Angst vor dem Andersartigen bricht offene Feindseligkeit in der örtlichen Gemeinde gegenüber den Kreaturen aus, die sich nach dem Ausbruch in die umliegende Wildnis zurückgezogen haben. Trailer ansehen

 

ANTICHRIST

Mittwoch, 27.03.2024, 20:30 Uhr, KoKi
Begleitend zum Gastspiel von Ultima Vez

Nachdem Sie (Charlotte Gainsbourg) und Er (Willem Dafoe) ein schreckliches Trauma erleben, reist das Paar, um sich mit ihren Urängsten zu konfrontieren, tief in die Wälder, zur Hütte „Eden“. Kaum angekommen, entdeckt Er im Unterholz einen sterbenden Fuchs und beobachtet entsetzt, wie das Tier sich selber zerfleischt. Die baldige Herrschaft des Chaos ist prophezeit ... Trailer ansehen

 

SUSPIRIA (1977)

Freitag, 29.03.2024, 19:00 Uhr, Opernhaus Großer Ballettsaal

Die US-Amerikanerin Suzy Banyon kommt nach Freiburg im Breisgau in Deutschland, um in einer Ballettschule zu studieren. In den folgenden Tagen muss Suzy feststellen, dass sich mysteriöse Ereignisse häufen. Allmählich kommt die amerikanische Tanzschülerin einer satanischen Sekte auf die Spur. Horrorfilmklassiker mit surrealistischen Elementen vom „Giallo“-Papst Dario Argento.
Die Veranstaltung findet im Ballettsaal des Opernhauses statt! Anschließend pilgern die Gäste ins Kino im Künstlerhaus, um dort das Suspiria-Doppel mit Suspiria (2018) von Luca Guadagnino zu schauen!

 

SUSPIRIA (2018)

Freitag, 29.03.2024, 21:30 Uhr, KoKi

Neuinterpretation von Dario Argentos Horrorfilm-Klassiker SUSPIRIA (1977). Die junge und hoffnungsvolle amerikanische Tänzerin Susie Bannion (Dakota Johnson) zieht nach Deutschland, um dort beim renommierten Markos Tanzensemble in Berlin eine Ausbildung zu absolvieren. Doch in der Tanzschule gehen seltsame Dinge vor sich … Mix aus Hexenritualen, Tanzstunden, blutiger Körperlichkeit und Anspielungen auf die Verdrängung der Nazi-Zeit. Vorher ist SUSPIRIA (1977) von Dario Argento im Ballettsaal der Oper zu sehen!

 

FLASHDANCE

Samstag, 30.03.2024, 19:00 Uhr, KoKi
Begleitend zum Gastspiel von Emanuel Gat Dance

Der 80er-Jahre Kino-Kassenknüller Flashdance ist nach wie vor ein Genuss für Augen und Ohren. Erzählt wird die Geschichte der 18-jährigen bildhübschen und willensstarken Alex Owens (Jennifer Beals). Tagsüber arbeitet sie als Schweißerin, nachts ist sie Tänzerin in einer benachbarten Bar. Verbissen kämpft sie, um ihre Lebensträume zu erreichen: Sie will mehr Unabhängigkeit, die große Liebe finden und ins Pittsburgh Conservatory of Dance aufgenommen werden. 80er-Jahre-feeling pur: „What a Feeling“. Trailer ansehen

Die erste Kooperation zwischen Tanzpunkt Hannover und dem Staatsballett bietet professionellen Tanzschaffenden und Tänzer:innen in der Berufsausbildung die Möglichkeit, das auf der Bühne präsentierte Repertoire direkt am eigenen Körper zu erleben. Im Rahmen der OsterTanzTage 2024 geben die eingeladenen Gastcompagnien CCN/ Aterballetto, Ultima Vez, Emanuel Gat Dance sowie das Staatsballett Hannover Einblicke in ihre Arbeitsweisen und choreografischen Handschriften. Die Kooperation schafft eine Plattform für den künstlerischen Austausch und fördert die Weiterentwicklung der Tanzszene in Hannover.

Die Workshops finden in englischer Sprache statt und richten sich ausschließlich an professionelle Tänzer:innen und Tanzschüler:innen in der Berufsausbildung. Anmeldung für die Workshops über rother@tanzpunkthannover.de
Anmeldung für die Open Class über tanzpunkthannover.de

Bei Buchung von mehreren Workshops ist eine Rabattierung möglich:
2 Workshops: 15€ Rabatt auf Gesamtpreis (125€ / 115€)
3 Workshops: 35€ Rabatt auf Gesamtpreis (170€)

Open Class Ballett mit dem CCN / Aterballetto

Dienstag, 26.03.2024, 13:30-14:45 Uhr
Opernhaus, Großer Ballettsaal
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich
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Workshop: Wim Vandekeybus / Ultima Vez Repertoire

Mit Alexandros Anastasiadis, zu Live-Musik
Mittwoch, 27.03.2024, 15:00-18:00 Uhr
Opernhaus, Großer Ballettsaal
Kosten: 75 €
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Workshop: Marco Goecke Repertoire

Mit Ludovico Pace und Ana Paula Camargo
Donnerstag, 28.03.2024, 15:00-18:00 Uhr
Opernhaus, Großer Ballettsaal
Kosten: 65 €
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Workshop: Emanuel Gat Repertoire

Mit Sara Wilhelmsson
Freitag, 28.03.2024, 14-17 Uhr
Opernhaus, Großer Ballettsaal
Kosten: 65 €
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Foto: Philipp Contag-Lada

Ausstellung

24.03. – 01.04.2024, Opernhaus

Das Projekt Interfaces schlägt die Brücke zwischen Tanz und Computerkunst. Das Ziel ist ein gleichberechtigter Dialog dieser beiden abstrakten Kunstformen, der nicht nur abbildet, sondern transformiert. Dafür wird Choreografie, also Bewegung, gescannt und die gewonnenen Daten in den Code Generativer Kunst eingespeist. Dabei kommt einfachste Technik zum Einsatz – denn der Ansatz von Philipp Contag Lada und seinem Team ist: Zugänglichkeit für alle, ohne große Budgets oder umfangreiches Fachwissen. Ein Laptop mit Internetbrowser und Webcam reicht bereits. Die Software dazu ist „public domain“, also kostenlos und als partizipativer Code für alle offen.

„Interfaces zeitigt nicht nur reizvolle Resultate. Vielmehr kann, wer sich mit App und Kamera ausrüstet, selbst zum Tanz-Coder werden. Denn Contag-Lada und sein Team waren von Anfang an darauf aus, ein Tool für alle zur Verfügung zu stellen, um „eine exemplarische Datenbank an Bewegungen“ zu erstellen. Heißt: Die Software ist kostenlos, die nötige Hardware minimal, also „für jeden Tanzschaffenden erschwinglich“(...) “ Dorion Weickmann in tanz 11/2023

Workshop

Mit Philipp Contag-Lada

01.04.2024, 13:30-17:00 Uhr, Opernhaus
Eintritt frei

Alle, die mehr über die Erstellung von Bildern am Computer oder das Scannen von Tanzbewegungen erfahren möchten, haben die Möglichkeit, gemeinsam mit Videokünstler Philipp Contag-Lada und Softwareentwickler Lars Bergmann tiefer in die Materie einzutauchen. Zwischen 13:30 und 17:00 Uhr sind Interessierte mit oder ohne Vorkenntnisse ohne vorherige Anmeldung willkommen und können so lange (oder kurz) bleiben, wie sie möchten.

Interfaces wurde gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEUSTART KULTUR, Hilfsprogramm tanz:digital des Dachverband Tanz Deutschland.