Schauspiel

Vater unser

Wenn das meine Show wäre, würde es auch bessere Snacks geben.

nach dem Roman von Angela Lehner
Uraufführung

Premiere

30. September 2021

Ballhof Zwei


1 Stunde 20 Minuten, keine Pause

für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene

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Termine und Karten

Sa, 04.12.2021 / 19:30 – 20:50 Uhr
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Ballhof Zwei
22,00 €
Fr, 17.12.2021 / 19:30 – 20:50 Uhr
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Ballhof Zwei
22,00 €
Mi, 22.12.2021 / 19:30 – 20:50 Uhr
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Ballhof Zwei
20,00 €
Sa, 15.01.2022 / 19:30 – 20:50 Uhr
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Ballhof Zwei
22,00 €
Di, 18.01.2022 / 19:30 – 20:50 Uhr
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Ballhof Zwei / anschließend interaktives Nachgesprächsformat Schauspiel Late
20,00 €
Mi, 19.01.2022 / 19:30 – 20:50 Uhr
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Ballhof Zwei
20,00 €
Do, 27.01.2022 / 19:30 – 20:50 Uhr
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Ballhof Zwei
20,00 €

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Podcast
Podcast „Theaterzeit“ mit Schauspielerin Viktoria Miknevich
Materialien
Programmheft zu „Vater unser“
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Inhalt

„Guten Tag. Ich bin Eva Gruber. Mit meiner Familie ist es schwierig.“ Irgendwie muss man ja einen Anfang machen. Warum nicht also direkt zum Kern des Ganzen vordringen? Oder vielleicht besser so: „Ich bin Eva Gruber, und ich habe eine Kindergartenklasse erschossen. Sie wissen schon. Mit einer Pistole.“ Fest steht, dass es die Polizei war, die Eva in Handschellen in die geschlossene Abteilung des Otto-Wagner-Spitals gebracht hat, wo sie von nun an in ihren Therapiesitzungen dem Chefpsychiater Dr. Korb Einblicke in das undurchdringliche Geflecht ihrer Kindheitserinnerungen gewährt. Doch was von dem Erzählten wirklich passiert ist und was Evas Fantasie entspringt, welche traumatischen Erfahrungen sie offenlegt und was die junge Frau mit aller Kraft zu verdrängen sucht, ist nicht immer leicht voneinander zu trennen. Fest steht nur, dass Eva einen Plan hat. Denn auch ihr Bruder Bernhard ist Patient der Klinik. Abgemagert bis auf die Knochen, hat noch keine Therapie ihn von seiner Magersucht heilen können. Und nun ist es an Eva, ihren kleinen Bruder zu retten.
In ihrem witzigen und bösen Debütroman spielt die österreichische Autorin Angela Lehner gekonnt mit Erwartungshaltungen und wirft mit ihrer Heldin unweigerlich die Frage auf, wer in dieser zerstörerischen Welt eigentlich die Kranken und die Gesunden sind.
Hannah Gehmacher, 1997 in Salzburg geboren, studierte Soziologie und Vergleichende Literaturwissenschaften in Wien und assistierte am Volkstheater Wien. Seit der Spielzeit 2019/20 ist sie Regieassistentin am Schauspiel Hannover, wo sie in der vergangenen Spielzeit Im Herzen tickt eine Bombe inszenierte.

Inhaltshinweis:
Die Inszenierung enthält Passagen mit expliziten Beschreibungen von Essstörungen sowie Beschreibungen von Suizid und sexualisierter Gewalt. Bei manchen Menschen können diese Themen negative Reaktionen auslösen.
Informationen für Menschen, die von einer Essstörung betroffen sind, sind verfügbar unter:
www.violetta-hannover.de
step-niedersachsen.de

Pressestimmen

Hannoversche Allgemeine Zeitung

„Das Junge Schauspiel des Staatstheaters zeigt zu seinem Spielzeitauftakt, wie schillernd und vielschichtig auch kleine Inszenierungen zu sein vermögen, wenn sie den richtigen Stoff mit den richtigen Ideen anreichern. Regisseurin Hannah Gehmacher eignet sich den großartigen Romantext Lehners für ihre Uraufführung kongenial an. (…) Die Dramaturgin Johanna Vater destilliert diesen mit erstaunlicher Sensibilität für die Sprache Lehners. Keine einzige Länge, keine Lücke fällt auf. Miknevich lässt ihre Figur mit großer Präsenz und Lebendigkeit nahtlos zwischen beiläufiger Ironie und manipulativer Exaltiertheit kippen, zwischen Sympathie und Befremden. Unterstützt wird sie dabei von der Wiener Musikerin Sarah Dragovic, die behutsam Harmonien und Widersprüche Grubers hörbar macht. Das gesamte Team der Produktion zeigt sich in Bestform, darunter die Bühnenbildnerinnen Florence Schreiber und Vanessa Maria Sgarra. Langer Applaus.“

Neue Presse

„Für Hannah Gehmachers sehr spielerische Inszenierung von Angela Lehners Roman „Vater unser“ haben Florence Schreiber und Vanessa Maria Sgarra eine Festung der Einsamkeit in den Ballhof Zwei gebaut. Hier sieht man einem Menschen beim Zerfallen zu, und Miknevich bringt das mit umwerfender Wandelbarkeit auf die Bühne. Das Ergebnis ist ein Schneegestöber der Seele: wie eine Bildstörung. Und nach dem rauschenden Applaus sieht man ein wenig klarer.“