Oper

The Fall of the House of Usher

Der Untergang des Hauses Usher

Oper von Philip Glass (* 1937)
Libretto von Arthur Yorinks
nach der gleichnamigen Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe

Eine Produktion des Internationalen Opernstudios

In englischer Sprache mit deutschen Zwischentexten

ca. 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause

Für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren

Termine und Karten

„I cannot think, I feel too much.“
Basierend auf Edgar Allan Poes gleichnamiger Erzählung entfaltet Philip Glass in seiner Kammeroper ein Panorama von Verfall und Zerrüttung. Der junge William erhält von Roderick Usher, einem alten Freund aus Kindertagen, einen Brief, in dem dieser ihn eindringlich um einen Besuch bittet. Als William den Landsitz Usher erreicht, trifft er auf einen kränklichen und schwermütigen Roderick. Obwohl sich William nicht daran erinnern kann, dass sein Freund Geschwister hatte, findet er ihn nun an der Seite seiner Zwillingsschwester Madeline vor, die ebenfalls von Krankheit gezeichnet scheint. Vergeblich versucht William, Roderick zu überzeugen, diesen Ort zu verlassen. Befremdliche Andeutungen, trügerische Erscheinungen und Ungereimtheiten aller Art ziehen sich durch die Zeit von Williams Anwesenheit im Hause Usher. Der Aufenthalt wird zu einer Reise in seelische Untiefen und übernatürliche Sphären, wie sie typisch sind für die schaurigen Kurzgeschichten Edgar Allan Poes.

Ist Madeline real oder ein untoter Geist, wurde sie lebendig begraben? Passiert die Geschichte wirklich oder ist sie eine Halluzination? So wie kontinuierlich Varianten und neue Möglichkeiten der erlebten „Wahrheit“ oder Realität von William auftauchen, schreibt sich der Wandel in der sich ständig verändernden Struktur der Musik von Philip Glass fort. Ein Netz aus kleinen musikalischen Einheiten, die miteinander verwoben sind und sich repetitiv ausbreiten, erzeugt den speziellen dramatischen Sog, einen pulsierenden „drive“, der dem musikalischen Genre Minimal Music innewohnt.

Victoria Stevens ist Preisträgerin des 12. EOP – Europäischer Opernregie-Preis der Camerata Nuova e. V. (Wiesbaden), der in Zusammenarbeit mit einem europäischen Opernhaus und Opera Europa (Brüssel) alle zwei Jahre ausgelobt wird. Der 2. Preis des Wettbewerbs 2022, die Inszenierung von The Fall of the House of Usher, wurde in Zusammenarbeit mit der Staatsoper Hannover an die Regisseurin vergeben.

Musikalische Leitung Carlos Vázquez
Inszenierung Victoria Stevens
Szenische Einstudierung der Wiederaufnahme Amna Shadad
Licht Uwe Wegner
Video Lukas Eicher
Dramaturgie Martin Mutschler
Xchange Matthias Brandt


Roderick Usher Peter O'Reilly
Madeline Usher Petra Radulović
Diener Robin Frindt


Statisterie der Staatsoper Hannover,

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NDR

Die düstere Schauerliteratur wird von den Sängern und Sängerinnen des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Hannover zum vielschichtigen Spiel mit der Angst. (...) Eine Inszenierung, die auch das Publikum begeistert.

Opernwelt

Die bis ins Detail sinnhafte, sinnlich-schmerzliche Deutung und deren Darstellung auf der kleinen Bühne im Ballhof sind verblüffend stark: Wie bei einer guten Serie ist man neugierig, will unbedingt wissen, welchen Verlauf diese dunkle Geschichte nimmt. (…) Ein hervorragendes Ensemble komplettiert das Ereignis: Peter O'Reilly spielt die Figur des Roderick Usher herausragend, existenziell-leidend - und lässt uns beklommen zurück. Aber nicht weniger beeindrucken Lluis Calvet i Pey (William) und Petra Radulovic (Madeline Usher), deren Kantilenen sich präzise in die orchestral tönende Musik aus dem Graben einfügen.

HAZ

Mit solchen Sängerinnen und Sängern braucht man sich um die Zukunft der Oper nicht zu sorgen.

Programmheft
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