Schauspiel

Dark Room

Sex ist und bleibt eins: Die Zukunft. Und die lag schon immer im Dunkeln.

von Johannes von Dassel
Uraufführung

27. Oktober 2019

Ballhof Zwei

Termine und Karten

So, 24.11.2019 / 19:00 - 20:20 Uhr Ballhof Zwei
18,00 €
Fr, 06.12.2019 / 19:30 - 20:50 Uhr Ballhof Zwei
20,00 €
Sa, 21.12.2019 / 19:30 - 20:50 Uhr Ballhof Zwei
20,00 €
Materialien
Programmheft zu „Dark Room“
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Inhalt

In den 1970ern tauchen neue Clubs in Deutschland auf. Kontakträume, heute besser bekannt als Darkrooms. Sie gelten der Öffentlichkeit als ausschließlich homosexuelle Fetisch-Keller, Orte grotesker Fantasien, die sich aus Gruselkabinett- und BDSM Klischees speisen. Aber was geht wirklich dort vor sich, wie funktionieren sie, wer geht hin und warum?
In Dark Room sprechen stöhnende Stimmen, anonyme Hände und zitternde Körper: Alt, jung, dick, dünn, Frauen, Männer, trans, hetero und homosexuell, die freiwillig das Licht aufgegeben haben. Sie wollen nicht gesehen werden, verlassen die Grenze des Alltags, um etwas anderes zu gewinnen. Sie teilen miteinander, was die Dunkelheit erlaubt und wovon diese sie befreit; sie teilen einen Raum, in dem Gesetze und Moral der Gesellschaft gebrochen werden, wo Ideen von Liebe und Romantik, von Intimität und Sexualität auf den Kopf gestellt werden.
Der aus Israel stammende Künstler Ran Chai Bar-zvi wird mit Dark Room sein Regiedebüt feiern. Über feuchtfröhliche Blinde-Kuh-Spiele hinaus lädt er zu einer Geisterstunde der Versunkenheit und in einen Raum, in dem man sich bewegt, ohne sich orientieren zu können. Auch für diejenigen, die sich sonst im Dunkeln fürchten, wird es einiges zu erfahren geben über unsere beleuchtete Welt.

Aufführungsdauer ca. 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause
Bei dieser Inszenierung werden Stroboskop-Lichteffekte eingesetzt.

Pressestimmen

Neue Presse /

Die Schauspieler (Sebastian Jakob Doppelbauer, Sebastian Nakajew, Nils Rovira-Muñoz und Amelle Schwerk) werfen sich mit – ja, genau – großer Lust und Körperlichkeit in dieses Liebesspiel. Und die wunderbare Bühne mit ihren variablen Wänden aus LED-Röhren wirft (zum Teil quälend grelle) Schlaglichter aufs Geschehen. (…) Es geht um sexuelle Befreiung, um das Eingeständnis der eigenen Lust in all ihren Facetten, ein großes Thema, dem die meisten Menschen nie wirklich beikommen.