Schauspiel

The Writer

Ich glaube, ich habe etwas Schreckliches getan.

von Ella Hickson
aus dem Englischen von Lisa Wegener
Deutschsprachige Erstaufführung

09. Oktober 2019

Schauspielhaus

Termine und Karten

Mi, 27.11.2019 / 19:30 - 21:30 Uhr Schauspielhaus / Einführung 18:45 Uhr / anschließend Publikumsgespräch
15,00 € - 35,00 € Abo Mittwoch I
Sa, 30.11.2019 / 19:30 - 21:30 Uhr Schauspielhaus
21,00 € - 41,00 € Abo Samstag I
Mi, 11.12.2019 / 19:30 Uhr Schauspielhaus / Einführung 18:45 Uhr / anschließend Publikumsgespräch
15,00 € - 35,00 €
Do, 19.12.2019 / 19:30 Uhr Schauspielhaus / Einführung 18:45 Uhr / anschließend Publikumsgespräch
15,00 € - 35,00 € Abo Donnerstag I

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Inhalt

Mit „The Writer“ hat die britische Autorin Ella Hickson das Stück der Stunde geschrieben und das, obwohl (oder gerade weil) sie von sehr persönlichen Erfahrungen berichtet:
Nach Ende einer Vorstellung verirrt sich eine junge Frau in den leeren Theatersaal und trifft dort auf einen Mitarbeiter des Theaters. Sie ist Autorin, er Regisseur. Doch sie geben sich nicht als solche zu erkennen. Er verwickelt sie in ein Gespräch, will wissen, wie ihr der Theaterabend gefallen hat. Schnell zeigt die junge Frau eine immense Wut: Auf den katastrophalen, leblosen Theaterabend, auf den unreflektierten Sexismus, der ihr Tag für Tag begegnet. Sie ist wütend, dass ihre Stimme nicht gehört wird und dass sie in einer Welt leben muss, die von mittelalten, weißen Männern wie ihrem Gegenüber gestaltet wird. Das kommerzielle Potenzial ihrer Wut macht ihn an.
Hicksons Autorin fordert das Leben, die Kunst, die Liebe, die Geschichte, eigentlich die ganze Welt heraus. Sie wird nicht müde, immer neue Szenarien einer vermeintlich besseren Welt zu ent- und wieder zu verwerfen. Dabei nimmt sie die Zuschauer*innen mit auf eine Reise jenseits von Theaternormen und in die Untiefen des kreativen Schaffensprozesses.
Ella Hickson war für „The Writer“ für den Susan Smith Blackburn Preis 2019 nominiert.
Die Regisseurin Friederike Heller studierte Regie an der Theaterakademie Hamburg und inszeniert unter anderem am Staatsschauspiel Dresden, am Deutschen Theater Berlin und an der Schaubühne Berlin.

Aufführungsdauer ca. 2 Stunden, keine Pause

Pressestimmen

nachtkritik.de / Falk Schreiber

Und immer, wenn man das Gefühl hat, dass die Protagonist*innen weniger echte Menschen als Diskursträger*innen sind, schlägt Hickson einen Haken, wird das klug gebaute Stück zum angetäuschten Well Made Play, zur Podiumsdiskussion (mit Fake-Publikumsbeteiligung), in einer kaum spielbaren feministisch-sexuellen Utopie zur Mischung aus Seventies-Disco, Esoterik-Workshop und Ausdruckstanz. Ist aber alles nur Spaß, der hier immer mitgedachte doppelte Boden erdet das Geschehen zuverlässig ironisch. Freilich sehen diese ständigen Szenen- und Stilwechsel in Sabine Kohlstedts spektakulärer Ausstattung wirklich beeindruckend aus.

Neue Presse / Jörg Worat

Geht Kunst ohne Kommerz? Und geht Theater, jetzt mal unabhängig von Geschlechterfragen, ohne Hierarchien? Ganz neu sind diese Fragen natürlich nicht, aber selten werden sie so griffig aufbereitet, weil die Balance – ein wenig schräg klingt das angesichts des Themas ja schon – zwischen Anspruch und Unterhaltung stimmt: An diesem Abend darf und soll auch gelacht werden.

Hannoversche Allgemeine Zeitung / Jan Fischer

Mit „The Writer“ hat die britische Theaterautorin Ella Hickson 2017 ein Stück verfasst, das den Nerv der Zeit traf und trifft: Es geht um Macht und Machtgefälle, um Feminismus, um Gleichberechtigung, gerade auch in den Strukturen des Theaters.