Schauspiel

All die Düfte Arabiens

Weiße Brillen schränken den Blick ein, mit dem man von Westen nach Osten schaut.

von Mohammedou Ould Slahi und Rik van den Bos

Premiere

24. Februar 2023

Schauspielhaus


Uraufführung

Koproduktion mit NITE Groningen

Termine und Karten



Regie Guy Weizman
Choreografie Roni Haver
Bühne Ascon De Nijs
Dramaturgie Friederike Schubert, Robbert van Heuven

Inhalt

„Hier ist noch immer der Blutgeruch. All die Düfte Arabiens werden diese Hand nicht versüßen“, sagt Shakespeares Lady Macbeth und macht unmissverständlich klar, dass sie das Blut, das sie an ihren Händen trägt, niemals wieder loswerden wird. Was getan wurde, kann nicht rückgängig gemacht werden. Das neue Projekt von Guy Weizman und Team beschäftigt sich mit der Faszination und Entfremdung des „Okzident“ vom „Orient“. Inspiriert von Saids Buch Orientalismus entwickelt das Schauspiel Hannover in Zusammenarbeit mit NITE Groningen eine interkulturelle Aufführung darüber, wie Ost und West derzeit aufeinander schauen. Sehen wir „die Anderen“ immer noch mit kolonialen Augen? Können wir Brücken zwischen Kulturen bauen, ohne dass es zu Missverständnissen oder kultureller Aneignung kommt? Schauspieler:innen, Tänzer:innen, Musiker:innen, Autor:innen aus unterschiedlichsten Kulturen treffen in dieser Stückentwicklung aufeinander und suchen gemeinsam nach künstlerischen Antworten. Entstehen wird ein Theaterabend, der in Hannover zur Uraufführung kommen und anschließend durch die Niederlande und darüber hinaus touren wird.
Mohamedou Ould Slahi wurde 1970 in Mauretanien geboren. 2005 erschienenen seine Memoiren Guantánamo Diary. Seit der Spielzeit 2021/22 ist Ould Slahi Author in Residence für De Balie Amsterdam und NITE Groningen. Rik van den Bos, geboren 1982 in den Niederlanden, schrieb Stücke für Theater Bellevue Producties, Generale Oost, Firma Rieks Swarte, RO Theater, Toneelschuur Producties, De Veenfabriek u. a.