Schauspiel

Vor dem Fest

nach dem Roman von Saša Stanišić

ca. 2 Stunden, keine Pause

Termine und Karten

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„Der Fährmann hat mal erzählt, es gäbe im Dorf jemanden, der mehr Erinnerungen von anderen Leuten besitze als eigene.“

Im uckermärkischen Fürstenfelde wird mehr gestorben, als dass Neues nachwächst, und wer kann, sucht am besten gleich sein Glück an einem anderen Ort. Die Dagebliebenen treffen sich in Ullis Garage und erzählen sich Geschichten von früher. Doch diese Nacht vor dem alljährlichen Annenfest soll keineswegs ruhig verlaufen. Voller Liebe und Zartheit entwirft Buchpreisträger Stanišić zwischen Sagen und Märchen die Biografie eines Dorfes und seiner Bewohner:innen, traurig und berührend, kraftvoll und verloren.

Das uckermärkische Fürstenfelde wird zum Schauplatz für einen Reigen von Geschichten voller Eigenwilligkeit und Poesie. Hier wird mehr gestorben, als dass Neues nachwächst, und wer kann, sucht am besten gleich sein Glück an einem anderen Ort. Die Dagebliebenen treffen sich in Ullis Garage, wo das Sterni 80 Cent kostet, das Stieri 90, und erzählen sich Geschichten von früher. Doch diese Nacht vor dem alljährlichen Annenfest soll keineswegs ruhig verlaufen: Glocken verschwinden, im Dorfarchiv wird eingebrochen, ein Auto liegt im See, Frau Schwermut dreht durch und Herr Schramm, ehemaliger Oberst der NVA, findet sich im Zwiegespräch mit seiner Pistole wieder. Voller Liebe und Zartheit entwirft Buchpreistrager Stanišić zwischen Sagen und Märchen die Biografie eines Dorfes und seiner Bewohner:innen, traurig und berührend, kraftvoll und verloren; Schlaflose im Taumel der Nacht.
Lars-Ole Walburg leitete von 2009 bis 2018 als Intendant das Schauspiel Hannover, wohin er nun mit seiner Adaption von Stanišićs Dorfkosmos zwischen Tragikomödie und Selbstironie als Regisseur zurückkehrt.

nachtkritik

„Die Inszenierung lebt stark von Stanišićs Text, der liebevoll und charmant auf den Alltag der Dorfbewohner blickt und ihn mit Mythen, Legenden und Dorfgeschichten vermengt. (…) Walburg verlässt sich stark auf den Zauber des Textes.“

Hannoversche Allgemeine Zeitung

„Vom Schnürboden senken sich Alltagsgegenstände herab. Es ist ein wunderbar sanftes Ballett der Dinge. (…) Hier zeigt das Theater, was es kann: Dinge überraschend präsentieren. Vor dem Fest ist ein vielstimmiger Roman: Interessante, skurrile, liebenswerte Personen tauchen auf.“

Programmheft zu "Vor dem Fest"
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