Schauspiel

Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

von Edward Albee
Deutsch von Alissa und Martin Walser

ca. 2 Stunden 20 Minuten, eine Pause

Termine und Karten

So, 31.03.2024 | 19:00 – 21:20 Uhr
18,00 € – 24,50 € | erm. ab 5,00 €
Ballhof Eins |  
18,00 € – 24,50 € | erm. ab 5,00 €
Mi, 24.04.2024 | 19:30 – 21:50 Uhr
18,00 € – 24,50 € | erm. ab 5,00 €
Ballhof Eins |  
Einführung 18:45 Uhr |  
18,00 € – 24,50 € | erm. ab 5,00 €

Weitere Termine sind in Planung.

„Hier geht’s manchmal ziemlich zu.“
Es ist zwei Uhr nachts. Der Geschichtsprofessor George und seine Frau Martha kehren von einer der üblichen Meet & Greet Partys des Universitätsdekans heim. Spontan hat Martha noch ein junges Paar eingeladen: den Biologieprofessor Nick und seine Frau Putzi. Beide neu an der Uni und ahnungslos gegenüber den Abgründen, die sich ihnen an diesem Abend offenbaren werden, treten sie ein in die Ehehölle Marthas und Georges. Durch viel Alkohol angeheizt, beginnt deren kreative Paar-Performance – fulminant in ihrer Wut, rührend in ihrer Traurigkeit und uneinholbar in ihrer Unverschämtheit und ihrem Witz.
Nach Nackt über Berlin von Axel Ranisch (2019/20), Monte Rosa von Theresa Dopler (2021/22) und Shakespeares Richard III. (2023/24) ist Wer hat Angst vor Virginia Woolf? von Edward Albee die vierte Arbeit von Matthias Rippert, der in seinen Inszenierungen stets das Komische in der Katastrophe sucht, hier am Schauspiel Hannover.

Inhaltshinweis
Um sie bestmöglich auf Ihren Besuch vorzubereiten, haben wir zu unserer Inszenierung von Wer hat Angst vor Virginia Woolf? ein paar Inhaltshinweise für Sie zusammengestellt. Die unten gelisteten Elemente sind so objektiv wie möglich erfasst worden, dabei kann jedoch kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden.

Darstellung von:
· Körperlicher, verbaler und psychischer häuslicher Gewalt
· Beleidigung
· Erbrechen
· Alkoholkonsum

Thematisierung von:
· Körperlicher, verbaler und psychischer Gewalt in Beziehungskonstellationen
· Alkoholkonsum

Warum informieren wir über sensible Inhalte?
Jede:r von uns bringt individuelle Erlebnisse und Erfahrungen zu einem Theaterabend mit, jede:r erlebt das Dargestellte unterschiedlich. Bestimmte Themen, Darstellungen oder sensorische Reize können überfordernd, belastend, verletzend oder retraumatisierend sein. Informationen zu sensiblen Inhalten sollen betroffenen Personen als Hilfestellung dienen, um sich auf einen Vorstellungsbesuch vorzubereiten und selbstbestimmt zu entscheiden, ob sie sich mit den genannten Inhalten und Darstellungen auseinandersetzen wollen.

Hannoversche Allgemeine Zeitung

„Der prickelnde Witz, aber auch der fein schneidende Schmerz, erscheinen hier destilliert wie der Schnaps, den die Figuren unaufhörlich in sich hineinschütten. Die Inszenierung lässt sich auf diesen puren Charakter des Stückes ein. (…) Regisseur Rippert (…) findet eine gute Balance zwischen Zurückhaltung und Eskalation. Dass die Figuren nicht ständig außer sich sind, macht sie nahbarer, als es vielleicht manchem im Publikum lieb ist. (…) Das Schauspiel punktet jetzt mit einer starken Besetzung, deren Präsenz man sich im Ballhof kaum entziehen kann. (…) Eine Überraschung ist die Putzi von Viktoria Miknevich, die hier viel selbstbewusster und kraftvoller auftritt als Name und Rolle es vermuten lassen. Jammernd und schreiend, tanzend und gekrümmt am Boden liegend muss Miknevich sich am weitesten aus der Deckung wagen. Es gelingt ihr gut.“

Neue Presse

„Nikolai Gemel stattet seinen Nick mit süffisantem Sarkasmus aus, Viktoria Miknevich ihre Putzi (…) mit selbstbewusstem Hedonismus. Sie geben Kontra. (…) Man schaut einem Trinkspiel mit vier Trümpfen zu, erschaudert und lacht, oft genug aus Fassungslosigkeit. Und es spricht für die Stärke des Stücks, dass die Dialoge auch diese moderne Akzentverschiebung zulassen. (…) Neue Runde, neues Unglück. Und das Glück, starkem Schauspieltheater beigewohnt zu haben.“

Programmheft zu "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?"
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