Schauspiel

Der eingebildete Kranke

Ich habe noch eine Welt zu streicheln. Damit sie mich lebendig hält.

von Molière
übersetzt und bearbeitet von Martin Heckmanns

Premiere

24. September 2021

Schauspielhaus


1 Stunde 30 Minuten, keine Pause

Termine und Karten

Mi, 08.12.2021 / 19:30 – 21:00 Uhr
Schauspielhaus
16,00 € – 38,00 €
Mi, 15.12.2021 / 19:30 – 21:00 Uhr
Schauspielhaus
16,00 € – 38,00 €
Mi, 29.12.2021 / 19:30 – 21:00 Uhr
Schauspielhaus
16,00 € – 38,00 €
Fr, 07.01.2022 / 19:30 – 21:00 Uhr
Schauspielhaus
22,00 € – 45,00 €
Di, 18.01.2022 / 19:30 – 21:00 Uhr
Schauspielhaus
16,00 € – 38,00 €
Do, 27.01.2022 / 19:30 – 21:00 Uhr
Schauspielhaus
16,00 € – 38,00 €

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Podcast
Podcast „Theaterzeit“ mit Dramaturgin Nora Khuon
Materialien
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Inhalt

Ein Mann hat Angst. Er hat Angst um sein Leben. Er hat Angst um sein Geld. Er hat Angst um sein Selbst. Der Mann heißt Argan. Eigentlich fehlt es ihm an nichts. Beruhigt könnte er auf ein gelungenes Leben schauen. Verheiratet, Kinder, ein Haus, Geld im Übermaß, der Körper ist in Form, das Glück wäre zumindest eine Möglichkeit. Doch Argan leidet über die Maßen. Denn es gibt einen Fakt, der sich seiner Einflussnahme entzieht: Irgendwann wird er sterben. Zugegebenermaßen etwas, mit dem sich jede:r abzufinden hat. Und bisher weist auch nichts daraufhin, dass sein Leben bald zu Ende geht, doch seine Angst um die Gebrechlichkeit des eigenen Körpers ist enorm. So unternimmt Argan große Anstrengungen, um den Körper zu pflegen, zu stärken, zu stützen. Um dem Tod ein Schnippchen zu schlagen, widmen sich gleich mehrere Menschen dem Mann in Not: Eine Schar von Ärzten, ein Dienstmädchen, seine Ehefrau, seine Tochter, seine Schwester, alle stehen zu seiner Verfügung – mehr oder weniger im eigenen Interesse. Das Intrigen- und Verwirrspiel nimmt seinen Lauf.
Der eingebildete Kranke, Molières letzte Komödie, spielt grotesk mit unserer Sehnsucht nach Unsterblichkeit und Überwindbarkeit aller Grenzen. Sie stellt die Frage danach, wer die Mittel besitzt, sich eine Hypochondrie leisten zu können und welcher Wohlstandsnarzissmus den Kult um den Körper befeuert.
Anne Lenk, die schon mit Ein Menschenfeind Molière inszenierte, damit zum Theatertreffen eingeladen war und 2020 dafür den Friedrich-Luft-Preis erhielt, wird die bösartige Beschau unserer eigenen Urangst und deren humoreske Auswüchse erarbeiten.

Pressestimmen

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„In einer Art Setzkasten mit pastellfarbenen Quadranten lassen Regisseurin Anne Lenk, Bühnenbildnerin Judith Oswald und Kostümbildnerin Sibylle Wallum die Figuren auftreten und finden für die hermetische Selbstbespiegelung Philippes mit dieser kastenartigen Vereinzelung den passenden Ausdruck. (…) Bei dem spielfreudigen und mit großem Applaus bedachten Ensemble steht das Komödiantische im Vordergrund.“

Hannoversche Allgemeine Zeitung

„Philippe Goos gibt virtuos den Titelhelden als eine Mischung aus American Psycho und Prinzessin auf der Erbse, Irene Kugler verleiht der lebensklugen Haushälterin deklamierend Grandezza, und Sabine Orléans macht den Bruder des Kranken, der hier eine Schwester ist, sehr schön zum lebenden Orakel. Lea Sophie Salfeld und Fabian Dott ergeben ein vorbildlich naives Liebespaar, Miriam Maertens ist eine schlangenhafte Geliebte, und Sebastian Jakob Doppelbauer und Nikolai Gemel verwandeln gnadenlos alle Vorlagen, die die dankbaren Rollen als windige Ärzte ihnen zuspielen.“

Neue Presse

„Philippe Goos in der Titelrolle ist eine Wucht, ein selbstmitleidiger Tyrann mit Flausen im Kopf und Tourette im Vokabular, großes komödiantisches Timing. Das Ensemble spielt wie befreit auf und es ist befreiend und beglückend, ihnen dabei zuzuschauen. Alle Grüppchen haben ihren Groove. Ein fröhliches Gesamtpaket, sehr lustig, das alles, sehr leiwand.“

nachtkritik.de

„Alle die auf der Bühne zu sehen sind, überdrehen wild perückt ihre Rollen bis zum Klamauk, das spontane Duett, in das Lea Sophie und ihr Lover Fabian ausbrechen, die eigenartig abstrakten Räume in den Kuben in ihren Pastellfarben und den absurden Behandlungszimmern: Das alles ist in seiner Bizarrerie so lustig, dass es nicht unbedingt eine Rolle spielt, ob die Inszenierung noch über den Witz hinaus will.“

Cellesche Zeitung

„Goos ist schlichtweg großartig, schaltet binnen Zehntelsekunden von weinerlich über jovial auf hysterisch, bei alledem schafft es der Schauspieler, seine Figur nicht zu denunzieren. Ein schöner Abend mit einem hervorragenden Ensemble, das sichtlich Spaß am Spiel hat.“

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