Schauspiel

Breaking Point

von Alessandro Schiattarella und den Ensembles von Staatsoper und Schauspiel Hannover sowie freien Performer:innen

Eine Koproduktion der Staatstheater Hannover mit den Festival Theaterformen

in Kooperation mit der Theaterakademie Hamburg

Uraufführung

Relaxed Performance

für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene

Termine und Karten

Fr, 08.03.2024 | 18:30 Uhr
10,00 € | erm. ab 5,00 €
Ballhof Eins |  
Preview |  
Relaxed Performance | mit Audiodeskription |  
10,00 € | erm. ab 5,00 €
Sa, 09.03.2024 | 19:30 Uhr
24,00 € | erm. ab 7,00 €
Ballhof Eins |  
Premiere |  
Relaxed Performance | mit Audiodeskription | anschließend Premierenparty im Ballhof Café |  
24,00 € | erm. ab 7,00 €
Mi, 13.03.2024 | 11:00 Uhr
Ballhof Eins |  
Relaxed Performance | mit Audiodeskription | exklusiv für Schulklassen |  
Do, 14.03.2024 | 11:00 Uhr
Ballhof Eins |  
Relaxed Performance | mit Audiodeskription | exklusiv für Schulklassen |  
Fr, 22.03.2024 | 19:30 Uhr
21,00 € | erm. ab 6,00 €
Ballhof Eins |  
Relaxed Performance | mit Audiodeskription | Einführung 18:45 Uhr | anschließend Nachgespräch |  
21,00 € | erm. ab 6,00 €
Mi, 10.04.2024 | 19:30 Uhr
18,00 € | erm. ab 5,00 €
Ballhof Eins |  
Relaxed Performance | mit Audiodeskription |  
18,00 € | erm. ab 5,00 €
Do, 11.04.2024 | 11:00 Uhr
Ballhof Eins |  
Relaxed Performance | mit Audiodeskription | exklusiv für Schulklassen |  

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„Nichts über uns ohne uns!“ – Das ist seit langem eine der Forderungen von Menschen mit Behinderungen, und genauso lange kämpfen sie gegen Mauern aus Nichtwissen in der Gesellschaft. Was bedeuten Begriffe wie Ableismus, Crip Time oder Inspirationsporno? „Diese Begriffe sind zu akademisch und zu theoretisch für das Theater“, sagt die Intendantin. „Wer soll da kommen?“ – Wie aber sprechen wir über Behinderungen, wenn uns die Worte dafür fehlen? Vielleicht, indem wir sie uns schenken? Choreograf Alessandro Schiattarella und sein Ensemble feiern – angelehnt an die Nussknacker-Erzählungen von E.T.A. Hoffmann und Peter Tschaikowski – die Freude des Schenkens. In der Produktion Breaking Point erspielen sie ein neues Vokabular, mit dem sie Mauern einreißen und Brücken zwischen unterschiedlichen Erfahrungswelten bauen.
Für den in Neapel geborenen Choreografen und Regisseur Alessandro Schiattarella ist Breaking Point die zweite von ihm geleitete Produktion, die im Rahmen des JUPITER-Programms von der Kulturstiftung des Bundes am Niedersächsischen Staatstheater gefördert wird. Als Tänzer und Performer arbeitete er mit namhaften Künstler:innen zusammen. Er ist von einer seltenen Erkrankung betroffen, die ihn veranlasst, choreografische Projekte im Bereich Behinderung zu entwickeln und dabei insbesondere die „aesthetics of access“ in seine Produktionen zu integrieren. Seine Arbeiten wurden in renommierten Theatern, Kunsträumen und bei namhaften internationalen Festivals gezeigt.

Breaking Point ist eine sogenannte Relaxed Performance, in der Zuschauer:innen willkommen sind, die oft in Aufführungsräumen ausgeschlossen werden. Dazu gehören zum Beispiel Autist:innen, Menschen mit Tourette, mit Lernschwierigkeiten oder chronischen Schmerzen. Es geht darum, die konventionelle Theateretikette, die Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen an vielen Stellen ausschließt, so anzupassen, dass diese in einer entspannteren Atmosphäre eine Aufführung erleben können.

Das bedeutet unter anderem:
- Vor Beginn der Vorstellung wird die Relaxed Performance angekündigt.
- Geräusche und Bewegungen aus dem Publikum sind ausdrücklich willkommen.
- Dem Publikum ist es erlaubt, jederzeit den Saal zu verlassen und zurückzukehren.
- Es gibt eine in die Vorstellung integrierte Audiodeskription für Menschen mit Sehbehinderung.
- Es gibt eine spezielle Raumsituation: Die Perfomerinnen und das Publikum teilen sich Bühne und Tribühne. Zuschauer:innen können wählen zwischen Sitzkissen und -säcken sowie Stühlen.