Schauspiel

Vor Sonnenaufgang

von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann

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Fr, 13.12.2024 | 19:30 Uhr
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„Der Mensch ist, was er sein kann und nicht bloß, was er ist. “

Wir sind in der Mitte der Gesellschaft: Jungunternehmer Hoffmann hat in einen Maschinenbaubetrieb eingeheiratet und seinen Wohlstand und Status gesichert, die er mit rechtspopulistischen Thesen verteidigt. Seine schwangere Frau Martha schwankt zwischen Depression und Mutterglück. Ihre Schwester Helene will ihr rund um die Geburt Beistand leisten und zieht mit unters Dach des elterlichen Heims, in dem das Leben vom Alkoholismus des Vaters geprägt ist. Als der Journalist Alfred Loth, der für eine linke Wochenzeitschrift schreibt, seinen ehemaligen Studienfreund Hoffmann aufsucht, werden die Risse in den Fundamenten der Erfolgsgesellschaft sichtbar. Als einer der meistgespielten Gegenwartsdramatiker hat Ewald Palmetshofer den sozialkritischen Klassiker von Gerhart Hauptmann überraschend nah ans Heute gerückt.

Wir sind in der Mitte der Gesellschaft: Jungunternehmer Hoffmann hat in einen Maschinenbaubetrieb eingeheiratet und seinen Wohlstand und Status gesichert, den er mit rechtspopulistischen Thesen verteidigt. Seine schwangere Frau Martha schwankt zwischen Depression und Mutterglück. Ihre jüngere Schwester Helene will ihr rund um die Geburt Beistand leisten und schlüpft mit unters Dach des elterlichen Heims, das vom Alkoholismus des Vaters gezeichnet ist. Als der Journalist Alfred Loth, der für eine linke Wochenzeitschrift schreibt, seinen ehemaligen Studienfreund Hoffmann heimsucht, werden die Risse in den Fundamenten der Erfolgsgesellschaft sichtbar.
Als einer der meistgespielten Gegenwartsdramatiker hat Ewald Palmetshofer den sozialkritischen Klassiker von Gerhart Hauptmann überraschend nah ans Heute gerückt. Dabei verschiebt er den Fokus von der Sozialstudie des erblichen Alkoholismus bei Hauptmann hin zum politischen Psychogramm, zu einer Untersuchung der Charaktere und Konstellationen, unter denen Rechtspopulismus im Gewand ökonomischer Smartheit und Unterdrückung in familiärer Verkleidung wiederkehren, aber auch das Versagen des Linksintellektualismus einen Spiegel vorgehalten bekommt. Für die Inszenierung von Stefan Pucher, mit dem Ewald Palmetshofer eine enge Zusammenarbeit verbindet, wird er mit Blick auf die sich weiter zuspitzende politische Lage seine kongeniale Hauptmann-Überschreibung noch einmal überarbeiten und schärfen.

Bühne Nina Peller
Kostüme Annabelle Witt
Videodesign Hannes Francke, Ute Schall
Dramaturgie John von Düffel


Egon Krause Lukas Holzhausen
Annemarie Krause Johanna Bantzer
Thomas Hoffmann Max Koch
Alfred Loth Hajo Tuschy
Dr. Peter Schimmelpfennig Nikolai Gemel