Schauspiel

Die Ärztin

Ich denke, wir sollten uns beruhigen.

von Robert Icke
sehr frei nach Professor Bernhardi von Arthur Schnitzler

Premiere

07. Oktober 2022

Schauspielhaus


Deutsche Erstaufführung

Termine und Karten

Fr, 07.10.2022 / 19:30 Uhr
Schauspielhaus / Premiere / anschließend Premierenfeier
24,00 € – 52,00 € / erm. ab 7,00 € Premieren-Abo Schauspiel
Fr, 14.10.2022 / 19:30 Uhr
Schauspielhaus
22,00 € – 48,00 € / erm. ab 6,00 € Abo Freitag II
So, 23.10.2022 / 17:00 Uhr
Schauspielhaus
16,00 € – 40,00 € / erm. ab 5,00 € Abo Sonntagnachmittag
Do, 10.11.2022 / 19:30 Uhr
Schauspielhaus
16,00 € – 40,00 € / erm. ab 5,00 € Mix-Abo II
Di, 22.11.2022 / 19:30 Uhr
Schauspielhaus
16,00 € – 40,00 € / erm. ab 5,00 € Mix-Abo I

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Inhalt

Eine minderjährige Patientin liegt nach einem heimlichen Abtreibungsversuch im Sterben. Dem katholischen Priester, der ihr die letzte Ölung geben will, wird der Zutritt verweigert. Während der hitzigen Auseinandersetzung stirbt das Mädchen ohne medizinischen und religiösen Beistand – ein Vorfall, der sich zum gesellschaftlichen, politischen und rassistischen Skandal hochschaukelt.
So hat es der Wiener Arzt und Autor Arthur Schnitzler in seinem Stück Professor Bernhardi bereits Anfang des letzten Jahrhunderts beschrieben. Der britische Autor und Regisseur Robert Icke hat daraus einen Moralthriller von heute gemacht. Sein Professor Bernhardi ist die jüdische Ärztin Ruth Wolff, Leiterin einer renommierten Alzheimer-Klinik. Ihre rigorose Haltung gegen den katholischen Priester löst antisemitische Reaktionen aus. Zugleich ist der Priester ein Schwarzer Mann, der sich von der Ärztin diskriminiert fühlt. Die Eltern des verstorbenen Mädchens sind einflussreiche Sponsoren, mit Verbindungen in die Politik. Die Zukunft der gesamten Klinik ist bedroht. Im Auge des Shitstorms befindet sich Ruth, die das Spiel der politischen Korrektheit und die Rituale der Reue nicht mitspielt. Gleichzeitig wird das Institut – ihr Lebenswerk – immer mehr zu einem Ort der Vernichtung und des Todes.
Stefan Pucher wird sich der Frage nach Moral und menschlichem Handeln annehmen und einen Blick auf die komplexe Diskussion um Gender-, Identitäts- und soziale Fragen werfen. Zuletzt war Puchers bildgewaltige Inszenierung von Die verlorene Ehre der Katharina Blum in Hannover zu sehen.