Opera

History repeating?


Moderation Massimo Perinelli


Mit Ben Frost / Malin Kuht / Kutlu Yurtseven / Tunay Önder

Description

Im Mai feiert Der Mordfall Halit Yozgat Uraufführung im Opernhaus. Ein Musiktheaterstück über den NSU-Komplex – (wie) geht das (gut)?

Gesellschaft handelt sich selbst immer wieder aus, auch im Kulturbetrieb. Gerade die Theaterbühnen waren in den vergangenen Jahren Laboratorien einer gelingenden postmigrantischen Gesellschaft. Gleichzeitig weist der Kulturbetrieb starke Beharrungskräfte von Machtungleichheit und Marginalisierung von Migrant:innen auf – institutioneller Rassismus findet sich auch hier.

Über die Oper zum Mord an Halit Yozgat sowie zu Schieflagen im Kulturbetrieb möchten wir mit Expert:innen konstruktiv ins Gespräch kommen und der Frage nachgehen, wie im künstlerischen Kontext rassistische Gewalt im Allgemeinen und die NSU-Morde im Speziellen artikuliert werden können. Welche Perspektiven können, welche müssen ggf. dabei eingenommen werden? Wie kann das im Kulturbetrieb gelingen, in dem oftmals die gleichen strukturellen Ungleichheitsverhältnisse und Asymmetrien herrschen wie in der Gesamtgesellschaft? Bietet die Beschäftigung mit rassistischer Gewalt in der jüngsten deutschen Geschichte vielleicht gerade die Gelegenheit, eigene Leerstellen in künstlerischen Prozessen aufzuspüren und sich darin niederschlagende gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse sichtbar zu machen und aufzubrechen?

Moderator Massimo Perinelli, Referent für Migration der Rosa-Luxemburg-Stiftung, spricht in einer 90-minütigen Podiumsdiskussion über diese Fragen mit Aktivist:innen und Künstler:innen, die sich mit dem NSU-Komplex beschäftigt haben: Malin Kuht, Kunstvermittlerin und Künstlerin sowie Aktivistin von der Initiative 6. April in Kassel; Kutlu Yurtseven, Rapper, Schauspieler und Aktivist des Tribunals „NSU-Komplex auflösen“; Tunay Önder, Autorin, Publizistin, dramaturgische Beraterin und Kuratorin sowie Ben Frost, Komponist und Regisseur von Der Mordfall Halit Yozgat.

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